Angreifer geben sich als hilfsbereite Gäste, Mitarbeitende oder Sponsor‑Teams aus und bieten „schnelleres WLAN“ an. Prüfe Namen und Zugangsdaten bei offizieller Stelle, statt QR‑Codes von Fremden zu scannen. Ein Konferenzteilnehmer bemerkte ein Netzwerk, das den Veranstalternamen minimal falsch schrieb – eine Falle, die viele übersahen. Bleib höflich, aber bestimmt: „Ich nutze nur offizielle Zugänge, danke.“ Dieser Satz schützt besser als jede Ausrede und bewahrt Gesprächskultur ohne Angriffsfläche zu bieten.
Zeitdruck ist ein Klassiker: „Nur schnell den Code lesen, es eilt!“ Atme durch, verschiebe Entscheidungen und nutze unabhängige Kanäle zur Verifikation. Bitte um eine Visitenkarte, rufe über öffentliche Nummern zurück, fordere offizielle Bestätigung. Ein Veranstalter bestätigte per Hotline, dass keine Vor‑Ort‑Passwortresets stattfinden – die angebliche „Security“ war ein Trick. Freundliche Distanz und kleine Verzögerungen entzaubern Eile. Wer die Uhr diktiert, gewinnt. Hole sie dir zurück, indem du Tempo aus der Situation nimmst.
Gehe auf großen Events im Duo vor: einer spricht, der andere beobachtet Umgebung, Taschen, Geräte. Legt ein Signalwort für „komisch“ fest und beschließt, dass bei Unsicherheit immer gemeinsam entschieden wird. Ein Team verhinderte so, dass ein USB‑Stick von Unbekannten im Stand‑Rechner landete. Teile Beobachtungen in Gruppen‑Chats und melde Unstimmigkeiten dem Orga‑Team. Sicherheit wird leichter, wenn Verantwortung geteilt ist, und aus einzelnen Ahnungen wird schnell ein klares Bild, das alle schützt.